In Deutschland gehört das Satteldach zu den beliebtesten Dachformen – und das nicht ohne Grund. Im Vergleich zu anderen Dachkonstruktionen überzeugt es mit einem unkomplizierten Aufbau und verhältnismäßig geringen Kosten. Dank vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten können Bauende ihrem Haus eine individuelle Note verleihen.
Wie das Dach aufgebaut ist, welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt und welche Kosten berücksichtigt werden sollten, zeigt dieser Ratgeber.
Häufig wird das Satteldach mit Begriffen wie Steildach oder Giebeldach gleichgesetzt. Allerdings bezeichnen diese Begriffe lediglich die allgemeine Dachform, nicht aber die genaue Konstruktion. Das Satteldach kann entweder als Sparrendach oder als Pfettendach ausgeführt werden, wobei diese Begriffe die spezifische Holzunterkonstruktion beschreiben.
Kennzeichnend für das Satteldach sind seine zwei schrägen Dachflächen, die sich am Dachfirst treffen.
Das Satteldach besteht aus zwei gegenüberliegenden, geneigten Dachflächen, die sich am höchsten Punkt, dem Dachfirst, treffen. Die Konstruktion des Dachstuhls kann als Sparrendach oder als Pfettendach erfolgen, wobei beide Varianten ihre jeweiligen Vor- und Nachteile haben.
Neben der klassischen Variante, bei der die Dachflächen symmetrisch zum Dachfirst verlaufen, gibt es auch asymmetrische Formen. Dabei sind die Dachflächen unterschiedlich groß und der First ist nicht mittig über dem Gebäude.
Weitere Varianten unterscheiden sich in der Dachneigung:
Das Satteldach ist besonders für regenreiche und kalte Regionen geeignet. Durch seine robuste und witterungsbeständige Konstruktion hält es Wind, Regen und Schnee stand. Der optimale Neigungswinkel hängt von den klimatischen Bedingungen ab:
In Deutschland haben Satteldächer häufig eine Neigung zwischen 35 und 45 Grad. In alpinen Regionen sind auch flachere Dächer üblich, um Schneelasten besser zu verteilen.
Obwohl das Satteldach zu den günstigeren Dachformen gehört, variieren die Kosten je nach Größe, Materialwahl und zusätzlichen Gestaltungselementen. Faktoren, die die Gesamtkosten beeinflussen, sind unter anderem:
Durch eine einfache Gestaltung und kostengünstige Materialien lassen sich die Ausgaben senken. Wer Eigenleistungen erbringt, etwa bei der Dämmung oder einfachen Holzarbeiten, kann zusätzlich sparen. Dennoch sollte bei sicherheitskritischen Arbeiten, insbesondere der Konstruktion des Dachstuhls, eine Fachperson hinzugezogen werden.
Theoretisch ist es möglich, ein Satteldach in Eigenleistung zu errichten. Allerdings sollten auch handwerklich versierte Bauherr:innen eine professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, insbesondere aus Sicherheitsgründen. Ein fehlerhafter Dachaufbau kann schwerwiegende Folgen für die Stabilität des Gebäudes haben. Für Einsteiger:innen könnte es sinnvoll sein, zunächst kleinere Projekte, wie den Bau eines Garagendaches, auszuprobieren.
Das Satteldach erfreut sich großer Beliebtheit – nicht zuletzt wegen seines einfachen Aufbaus und der vergleichsweise niedrigen Kosten. Dank verschiedener Neigungswinkel und Gestaltungsmöglichkeiten kann es an unterschiedliche Bedürfnisse und klimatische Bedingungen angepasst werden. Zudem bietet es ideale Voraussetzungen für Photovoltaik und Solarthermie. Wer ein robustes und bewährtes Dach für sein Haus sucht, trifft mit dem Satteldach eine gute Wahl.
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