Dein Haus steht, du beziehst es voller Freude und startest mit der Gartengestaltung. Dann kommt das schlechte Wetter und nach einiger Zeit bilden sich unschöne dunkle Stellen an der Hausfassade. Woran liegt das? Von vielen Hausbesitzern wird der Spritzschutz vergessen. Wenn du aber von einer schönen Fassade profitieren willst, solltest du diesen keinesfalls vergessen. Was du über den Spritzschutz ums Haus wissen musst, erfährst du in unserem Ratgeber.
Durch Regen und Schnee entstehen Feuchteschäden an der Fassade. Das sieht nicht gut aus und lässt das Haus von außen heruntergekommen wirken. Aber Feuchteschäden an der Fassade sind nicht nur ein optischer Mangel. Es kann zur Algenbildung und durch die Feuchtigkeit zu Beschädigungen an der Fassade und am Mauerwerk kommen. Besonders Holzfassaden müssen gut geschützt werden. Bei Starkregen kann sich auch Wasser im Untergrund vor dem Haus sammeln und ins Innere gelangen. Um das zu vermeiden, ist ein Schutz vor Regenwasser notwendig. Es wird also eine Barriere, genauer eine lange Hausumrandung, zwischen Außengelände und Fassade benötigt, in der Wasser versickern soll, ehe es an die Fassade gelangt. Der Spritzschutz, auch Traufstreifen oder Traufkante genannt, bildet dabei einen Übergang zwischen dem Außengelände und dem Haus. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass auch bis zum Boden reichende Fenster von außen vor Schmutz geschützt werden.
Übrigens: Ein Spritzschutz ist nicht nur sinnvoll. Als Bauherr bzw. -herrin bist du laut jeweiliger Landesbauordnung sogar dazu verpflichtet, einen solchen zu realisieren.
Du hast verschiedene Möglichkeiten, einen Spritzschutz vor deiner Fassade einzurichten.
Doppelt (und dreifach) hält besser! Kombiniere für einen besonders guten Schutz mehrere Maßnahmen miteinander. Eine besonders effektive Lösung ist die Kombination aus Gitterrost und einem darunter liegenden Kiesbett. Zusätzlich zum Schutz am Boden denkst du bei der Planung an einen Dachüberstand oder ein Vordach. So schützt du deine Fassade von oben und unten.
Als Spritzschutz können verschiedene Steine zum Einsatz kommen.
Kieselsteine sind der Klassiker als Hausumrandung für den Spritzschutz. Dabei spielt es keine Rolle, ob du runde oder eckige Kieselsteine wählst. Für einen schönen optischen Effekt kannst du auch bunte Kieselsteine wählen und Muster legen. Als Begrenzung für das Kiesbett kannst du Randsteine oder größere Steine verwenden. Regenwasser versickert gut zwischen den Kieselsteinen, ohne dass es gegen die Fassade spritzt. Um zu verhindern, dass unter dem Kies Unkraut wächst, bringst du zunächst ein Unkrautvlies an und verteilst die Kieselsteine darauf. Für mehr Stabilität schüttest du zunächst Sand in den Graben und dann die Kieselsteine darüber. Ein Wasserabzug um den Kiesstreifen verhindert, dass sich am Rand Wasser ansammelt. Mit einer Drainage kann das Wasser gut ablaufen. Eine ebenso gute Alternative zu Kieselsteinen sind Schotter und Splitt. Ideal sind Kieselsteine, Schotter oder Splitt mit einer Körnung von 16 bis 32 mm.
Pflastersteine kannst du dann verwenden, wenn die Oberfläche durch ein Dach geschützt ist. Allerdings prallt Regen auf Pflastersteinen stärker ab. Diese Variante ist also nur an Stellen zu empfehlen, die besser vor Regen geschützt sind, zum Beispiel auf einer zusätzlich überdachten Terrasse. Wenn du eine Oberfläche zu diesem Zweck pflastern willst, muss das Gefälle mindestens zwei Prozent betragen.
Wenn du den Spritzschutz selber realisierst, solltest du auf die richtigen Maße achten. Der Spritzschutzstreifen sollte mindestens 30 Zentimeter, besser noch 50 Zentimeter breit sein. Eine ausreichende Tiefe sind etwa 80 Zentimeter. Bei flacheren Gräben besteht die Gefahr, dass bei Starkregen das Wasser über den Graben tritt. Bei Frost kann das Regenwasser ebenfalls nicht abfließen, sondern verstopft den Graben und drückt auf die Wand.
Bei den Kosten kommt es auf die Art von Spritzschutz und die verwendeten Materialien an. Ein Kiesstreifen kostet etwa 40 Euro pro Meter, Gitterroste gibt es ab etwa 20 Euro pro Meter. Je nachdem, wie lange die Hausumrandung sein soll, kannst du dir anhand der Preisangaben für die Materialien ausrechnen, was dich der Spritzschutz kosten wird.
Damit der Spritzschutz seine volle Wirkung entfalten kann, solltest du einige Regeln beachten:
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